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KTP-Laser


Gefäß-Behandlung mit dem KTP-Laser

Wofür ist der KTP-Laser geeignet?
Der KTP-Laser ist für die Behandlung von erweiterten, unerwünschten Blutgefäßen in der Haut geeignet. Damit läßt sich die Couperose, eine Erweiterung von feinen Blutgefäßen im Gesichtsbereich, die verstärkt auf Kälte, Wärme, scharfe Lebensmittel, hohen Blutdruck und Gefühlsregungen reagieren, ebenso gut behandeln wie Teleangiektasien, Sternchenangiome oder Blutschwämmchem am Körper, oder Besenreisergefäße an den Beinen.


Wirkungsweise des KTP-Lasers
Mit dem frequenzverdoppeltem Nd:YAG-Laser (KTP-Laser) wird ein sehr energiereicher Lichtstrahl ausgesandt, des besonders gut von roter Farbe aufgenommen wird. Nd:YAG kurz für Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser ist ein Festkörperlaser, der als aktives Medium einen Neodym-dotierten YAG-Kristall verwendet. Die Frequenzverdoppelung (532 nm, entsprechend dem KTP-Laser) durch nichtlineare Kristalle im Laser ist eine effiziente Methode, Laserstrahlung kürzerer Wellenlängen zu erzeugen, wodurch sich vielfältige Anwendungen ergeben.

Das Laserlicht mit einer Wellenlänge von 532 nm ist grün. Licht dieser Wellenlänge wird vom roten Hämoglobin besonders stark, von Wasser aber nur minimal absorbiert, wodurch eine Photoselektive Vaporisation der Blutgefäße ermöglicht wird. Der rote Blutfarbstoff wird dabei kurzzeitig so hoch erhitzt, daß er zerstört wird.
In der Dermatologie wird dieser Effekt dazu ausgenutzt, den roten Blutfarbstoff in den kleinen, unter der Haut gelegenen, Blutgefäßen zu erhitzen. Dadurch wird das Blutgefäß geschädigt und anschließend vom Körper verdaut (resorbiert): das Blutgefäß verschwindet. Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, sind je nach Art und Schwere des Ausgangsbefundes eventuell mehrere Sitzungen erforderlich, so z.B. bei Couperose: zwei bis fünf Sitzungen in etwa ein- bis zweimonatlichen Abständen; Feuermale: vier bis zehn Sitzungen in etwa dreimonatlichen Abständen; Blutschwämme: zwei bis zehn Sitzungen in zweiwöchigen bis dreimonatlichen Abständen.

Was für Nebenwirkungen und Risiken gibt es?
Durch die Energie des Lasers wird jeder rote Farbstoff erhitzt, also möglicherweise auch die das Blutgefäß überdeckende Haut, insbesondere je roter oder brauner sie ist. Deshalb kann es, je nach Hautcolorit, nach der Behandlung zu einer geringen Entzündung der Haut, wie bei einem leichten Sonnenbrand kommen. In der Regel verschwindet diese Rötung unter Kühlung bis zum nächsten Tag.
Selten kann es zu Schwellungen (besonders im Bereich der dünnen Haut um die Augen) und Bläschenbildung kommen. Auch diese Reaktionen verschwinden gewöhnlich innerhalb einiger Tage.
Sie sollten deshalb nach der Behandlung die behandelten Hautbezirke gut kühlen. Dazu erhalten Sie von uns Kühlmaterial, und können zu Hause auch ein Coolpack auflegen (das Sie möglichst schon vorbereitet haben). Die oben erwähnten Nebenwirkungen sind geringer, wenn Sie zwei bis drei Wochen vor und nach der Behandlung auf Sonnenbäder und Solariumbesuche verzichten. Benutzen sie gegebenenfalls einen Sunblocker für die betroffenen Hautpartien.

Was für Alternativen gibt es?
Alternative Behandlungsmethoden zur Verödung von Blutgefäßen ist das Veröden mit einer elektrischen Nadel, bei Besenreisergefäßen die Verödung mit Sklerosierungsmitteln.