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Pilzerkrankungen an Haut- und Schleimhäuten gehören zu den häufigsten
Hauterkrankungen in der zivilisierten Welt. Dies liegt mitunter an übertriebenen
Hygienevorstellungen, durch die die Haut geschädigt werden kann,
manchmal aber auch an mangelnder Hygiene. Da Pilzerkrankungen leicht übertragbar
sind und neben dem medizinischen Risiko auch ein ästhetisches Problem
darstellen, sollten sie durch einen Hautarzt abgeklärt und behandelt
werden.
In der Mykologie (Pilzkunde) unterscheidet man drei verschiedene Pilzarten:
Hautpilze (Dermatophyten), Hefepilze und Schimmelpilze. Dermatophyten
wachsen nur auf der Haut, und befallen besonders gerne die Füße,
manchmal auch die Hände und Leistenbereiche, Fuß- und Zehnägel.
Die zweite häufige Pilzart, die den Menschen befällt, sind Hefepilze,
die für ihr Wachstum hohe Feuchtigkeit und Wärme brauchen, Besonders
häufig kommen Hefepilze deshalb im Bereich des Verdauungstraktes
vor, bei Kindern häufig im Mund, bei Erwachsenen eher im Darmbereich,
können aber auch in feuchten Hautbereichen wie den Achseln, Leisten,
Genitalbereiche, mitunter auch im Bereich der Zehenzwischenräume
vorkommen.
Schimmelpilze führen nur selten an der Haut zu Erkrankungen. Eher
kommt es zu Allergien auf Schimmelpilze, die dann heuschnupfenartige Beschwerden
verursachen.
Für die Diagnostik werden in der Hautarztpraxis Hautschuppen entfernt
und zum einen direkt unter dem Mikroskop betrachtet, zum anderen auf Pilzkulturen
gezüchtet und identifiziert. Dabei können Untersuchungen auf
Schleimhautpilze (Hefepilze wie z.B. Candida albicans) nach zwei bis vier
Tagen beurteilt werden. Untersuchungen auf Hautpilze dauern länger.
Diese können mitunter erst nach 14 bis 21 Tagen endgültig bestimmt
werden, da diese Pilze sehr langsam wachsen. Sie werden dann ein spezielles,
auf den Pilz abgestimmtes Pilzmittel (Antimykotikum) verordnet, und Informationen
über entsprechende Pflege- und Schutzmaßnahmen ausgehändigt
bekommen.
Wenn bei Ihnen Pilzkulturen angelegt wurden, können Sie auch gerne
telefonisch nach einigen Tagen (bei Hefepilzen) oder zwei bis drei Wochen
(bei Hautpilzen) telefonisch das Ergebnis erfragen.
Weitere Informationen finden Sie auch im Consilium
Mycologicum.
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